Charlotte Krafft

„Die Palmen am Strand von Acapulco, sie nicken“ – ¬†Erz√§hlungen

Obacht, das Buch tr√§gt einen langen Titel: Die Palmen am Strand von Acapulco, sie nicken: Eine endlose Geschichte vom Tod in einer fremden Welt. Hinter diesem langen Titel stecken elf mal k√ľrzere, mal l√§ngere Erz√§hlungen, die vor allem eins eint: es ist irgendwie weird, seltsam. Es tauchen auf: unverl√§ssliche Erz√§hlerinnen, Schneekugel gewordene Vergewaltiger, Zombies, ein Kindstod, einsame Frauen, Monster, Weissagungen und viele doppelte B√∂den. Charlotte Krafft hat eine Liebeserkl√§rung ans Erz√§hlen, Fabulieren, Erfinden, in Gedanken Reisen entworfen. Und ja, dieses Buch hat gleich zwei Titel – entliehen von zwei der Geschichten, die im Buch abgedruckt sind. Das Buch ist gewisserma√üen in zwei Erz√§hlzyklen geteilt, einer beginnt mit der Vorderseite und einer mit der R√ľckseite des Buches – ob man nun vorne oder hinten beginnt, nun, das ist jeder/ jedem selbst √ľberlassen. Genauso wie uns dieser Erz√§hlband die M√∂glichkeit gibt, mit den Erz√§hlerinnen an weit entfernte, fremde Orte zu reisen, zeigt er uns auch auf, wie frustrierend Existenz sein kann, wenn man sich gefangen im eigenen Egozentrismus wiederfindet.

Mit freundlicher Unterst√ľtzung von¬†

D√ľsseldorf

zakk – Zentrum f√ľr Aktion, Kultur und Kommunikation
Fichtenstraße 40
40233 D√ľsseldorf


23.04.2021 // 19:30 Uhr 
Moderation: Philipp Holstein

 

√úber DIE AUTORIN:

Charlotte Krafft, 1991 in Berlin-Wedding geboren, seit 2013 in Berlin-Wei√üensee lebend, studierte Historische Linguistik und Deutsche Literatur an der Humboldt-Universit√§t und Literarisches Schreiben am Literaturinstitut Leipzig. Sie ist Gr√ľndungsmitglied der Literatur-Clique Rich Kids Of Literature, Entdeckerin der Hyperironie und war kurzzeitig Redakteurin der Literaturzeitschrift Abw√§rts. W√§hrenddessen ver√∂ffentlichte sie dort den hyperironischen Abenteuerserienroman „Amore Plastik“. Au√üerdem schreibt sie mitunter Essays, Dramolette oder Erz√§hlungen f√ľr Das Wetter, Metamorphosen und die SZ.

Foto: William Minke