Asal Dardan

„Betrachtungen einer Barbarin“¬†–¬† Roman

¬ĽAsal Dardan traut sich, von den Zwischenorten zu erz√§hlen, von der immerw√§hrenden Suche nach Verortung, und sie stellt damit die dringenden Fragen an unsere Gesellschaft.¬ę Lena Gorelik

Asal Dardan ist als Kind iranischer Eltern in Deutschland aufgewachsen, die Erfahrung des Exils hat sie gepr√§gt. Anhand ihres eigenen Lebens erz√§hlt sie davon, wie tief die Br√ľche sind, die sich durch unsere Gesellschaft ziehen. Klassengegens√§tze, Verdr√§ngung der eigenen Geschichte, eine Fixierung auf die Herkunft ‚Äď Asal Dardans literarische Gegenwartsbestimmung ist eine Auseinandersetzung mit den gro√üen Themen unserer Zeit. Immer ist ihr Blick √ľberraschend, immer ist ihre Analyse scharfsichtig. Da ist das gefl√ľchtete Kind, das Trost in Spitzwegs heimeligen Bildern findet, die auch Hitler so gut gefielen. Da sind die b√ľrokratischen Rentenbescheide der sardischen Nachbarin, deren Inhalt niemand entschl√ľsseln kann. Da werden die Goldfische vom persischen Neujahrsfest in die Freiheit entlassen und eigene, neue Traditionen gew√§hlt.

Sprachlich brillant und stilistisch elegant schlägt die Autorin Bögen von der ganz persönlichen Erfahrung zum gesellschaftlich-politisch Brisanten und zeigt auf, dass Zusammenleben bedeutet, Differenz anzunehmen.

Mit freundlicher Unterst√ľtzung von

Oberhausen

Literaturhaus Oberhausen
Marktstraße 146
46045 Oberhausen


23.04.2021 // 19:30 Uhr 
Moderation: Ulrich Noller

Über DIE AUTORIN: 

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, wuchs nach der Flucht ihrer Eltern aus dem Iran in K√∂ln, Bonn und Aberdeen auf. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Nahoststudien in Lund. Als freie Autorin schreibt sie u. a. f√ľr Zeit Online, die FAZ und die Berliner Zeitung. F√ľr ihren Text „Neue Jahre“ wurde sie mit dem Caroline-Schlegel-Preis f√ľr Essayistik ausgezeichnet. Nach Jahren auf √Ėland in Schweden lebt Asal Dardan heute mit ihrer Familie in Berlin.

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Foto: Sarah Berger